Stuck. Ornament. Gedächtnis.
Was vor hundert Jahren von Hand gezogen, abgeformt und aufgetragen wurde, wird heute von Hand restauriert. Historische Sanierung ist unser leiseres, aber wohl schönstes Geschäftsfeld — Handwerk, wie es seit 1895 zu unserem Haus gehört.
Sanierung St.-Anna-Grundschule · Augsburg
Was ist historische Sanierung?
Historische Sanierung bedeutet, historische Bausubstanz so zu erhalten, dass ihr Charakter nicht verloren geht. Das betrifft Fassaden, Stuckdecken, Zierprofile, Gesimse, Ornamente — alles, was an einem Altbau mehr ist als Wand.
Dafür braucht es Kenntnis der historischen Materialien (Kalkmörtel, Naturpigmente, Sumpfkalk), der alten Techniken (Zugprofile, Gipsabformungen, Stuckverzierungen) und den Respekt davor, was schon da ist.
Als Augsburger Familienbetrieb mit Wurzeln im 19. Jahrhundert ist uns das näher als vielen anderen. Wir kennen die Baustile der Stadt — vom Historismus über die Gründerzeit bis zum Jugendstil — und wir wissen, wie man sie repariert, ohne sie zu beschädigen.
Wofür historische Sanierung?
Alte Fassaden und Stuckarbeiten zu erhalten ist mehr als Nostalgie. Es ist Denkmalschutz, Kulturerbe — und oft auch wirtschaftlich klüger als ein Neubau der Fassade.
Denkmalschutz erhalten
Fachgerechte Arbeiten nach denkmalpflegerischen Vorgaben — mit Absprache zu Behörde und Denkmalpfleger.
Substanz bewahren
Historische Putze werden repariert, nicht ersetzt. Originalmaterial bleibt, wo immer es möglich ist.
Charakter zurückgeben
Abgeschlagene Ornamente, verblichene Profile, beschädigter Stuck — wir formen nach, was fehlt.
Wertvolle Optik
Eine sanierte Gründerzeitfassade steigert den Wert einer Immobilie — und ist bauhistorisch unbezahlbar.
Historische Technik
Arbeit mit Zugprofilen, Kalkmörtel, Abformungen — genau die Techniken, mit denen der Bau ursprünglich entstanden ist.
Bauphysikalisch richtig
Historische Wände brauchen diffusionsoffene, mineralische Materialien — keine modernen Fertigputze auf Gips.
Techniken
Handwerk
wie vor 130 Jahren.
Jedes Gebäude erzählt eine eigene Geschichte. Bevor wir den ersten Mörtel anrühren, wird der Bestand dokumentiert und verstanden. Erst dann wird saniert — mit den richtigen Mitteln.
Bestandsaufnahme
Fassade kartieren, Schäden dokumentieren, Originalmaterialien analysieren — oft in Abstimmung mit Denkmalpflege und Architekt.
Lose Teile sichern
Abgelöste Putze werden gefestigt, aufgeweitete Risse ausgeräumt — bevor irgendetwas Neues kommt.
Zugprofile & Abformungen
Fehlende Gesimse, Fensterlaibungen und Ornamente werden mit Zugbrettern gezogen oder aus Gipsformen abgeformt — nach historischem Vorbild.
Kalkputzaufbau
Historische Kalkmörtel in mehreren Lagen — mineralisch, atmungsaktiv, denkmalverträglich. Kein Gips an historischer Außenfassade.
Stuckrestaurierung
Beschädigte Stuckdecken werden ergänzt, fehlende Ornamente nachgeformt — wo möglich mit Originalabdrücken.
Farbfassung
Historische Farbigkeit wird recherchiert und wiederhergestellt — mit Silikat- oder Kalkfarben, passend zur Epoche.
Handwerk im Detail
Stuck, Ornament, Gedächtnis.
Aufnahmen aus einer laufenden Fassadensanierung in Augsburg — vom freigelegten Rohputz bis zur neu gefassten Bekrönung. Jedes Ornament wird einzeln befundet, konserviert und so behandelt, dass es die nächsten Jahrzehnte überdauert.